Menü

Kontakt-Formular   Inhaltsverzeichnis   Druckansicht

Startseite > Archiv > 2007-2018 > Martin-Luther-Projekt

Martin-Luther-Projekt


„Die Empörung eines Christenmenschen“ -
Martin Luther wider die Machtanmaßung des Geldes Eine musikalische Collage

Silke Gonska, Gesang, Electronics,
Frieder W. Bergner, Posaune, Tuba, Electronics

„Gewiß, sobald das Geld im Kasten klingt, können Gewinn und Habgier wachsen, aber die Fürbitte der Kirche steht allein auf dem Willen Gottes.“ (28. These Martin Luthers)
Mit seinen 95 Thesen, in denen er gegen Mißbräuche beim Ablaß und besonders gegen den geschäftsmäßigen Handel mit Ablassbriefen auftrat, kritisierte Martin Luther öffentlich die Geldfixiertheit in der geistigen Verfasstheit der Katholischen Kirche, wie auch in der gesamten damaligen Gesellschaft. In ihrer Radikalität und fundamentalen Auseinandersetzung mit dem „Mammon“ ist dieses Diskussionspapier, mit dem die Reformation im Jahr 1517 ihren Anfang nahm, gerade heute von frappierender Aktualität.

Stéphane Hessel (geb. 1917 in Berlin) wurde nach der Emigration seiner ganzen Familie nach Paris im Jahr 1939 französischer Staatsbürger und kämpfte in jungen Jahren als Mitglied der Résistance gegen die Besetzung seiner Heimat durch die Nazis. 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet, gefoltert und deportiert.
Aus der Haft im KZ Buchenwald konnte er 1945 fliehen und war nach Ende des Zweiten Weltkrieges Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen.
1948 wurde er Sekretär der UN-Menschenrechtskommission und war an der Erarbeitung der Charta der Menschenrechte beteiligt.
In seinem 2010 veröffentlichten Essay „Indignez-vous!“ (Empört Euch!) geißelt Stéphane Hessel - so wie seinerzeit Martin Luther – die Art und Weise, wie der soziale Zusammenhalt unserer Gesellschaft durch die Dominanz eines einseitig auf das Geld fixierten Denkens immer mehr zerstört wird. „Empört Euch!“ wurde zum weltweit gehörten Aufruf an eine junge Generation, den sozialen Folgen wie auch den Verursachern der sogenannten Finanzkrise energisch entgegenzutreten.


  Im Historischen Saal der Wartburg, 2012

 

Silke Gonska und Frieder W. Bergner mit dem Jugendprojekt auf Tour am historischen Ort in Wittenberg, 2014

 

 


Lutherperformance live, Schweiz, Altdorf, 2018

 

In ihrem Bühnenprogramm gestalten Silke Gonska und Frieder W. Bergner mit einer Collage aus Martin Luthers Wittenberger Thesen von 1517 und Stéphane Hessels Essay „Indignez-vous!“ (Empört Euch!) eine provozierende und aufrüttelnde Performance.
Den musikalischen Rahmen bilden jazzige Bearbeitungen von Liedkompositionen Martin Luthers und ein mehrteiliger Wechselgesang mit neuen Texten von Frieder W. Bergner als Hommage an die Deutsche Litanei des Reformators von 1529.


Zu einer teilweisen Voraufführung 2012:
„Zum Themenjahr Reformation und Musik gestalteten die bekannten Weimarer Künstler Silke Gonska und Frieder W. Bergner im Festsaal der Wartburg eine außerordentlich beeindruckende Performance mit geistlichen Liedern aus der Feder Martin Luthers, die von ihnen eigenwillig interpretiert und improvisatorisch bearbeitet wurden.
Im Mittelpunkt der Aufführung standen Luthers Wittenberger Thesen aus dem Jahr 1517.
Die beiden Künstler interpretieren diese als aufrüttelndes Pamphlet von reformatorischer Wucht auf eine Weise, die unverkennbare Bezüge zu Problemen unserer heutigen Zeit mit Finanzkrise und Sinnsuche unserer ganzen Gesellschaft herstellte.“


"Liebe Frau Gonska und lieber Herr Bergner,

Ihr Musikbeitrag wurde von vielen mit Überraschung und hoher Anerkennung aufgenommen. Ihrer beider Beitrag war heute wiederholt Gesprächsthema nach dem Gottesdienst.
Haben Sie herzlichen Dank für die unkomplizierte, ergebnisorientierte Zusammenarbeit. Es hat alles wunderbar gepasst, von Ihrem Entré über Hessel und Luther bis zum Tusch."

Dr. Theodor Peschke (Jena), 2017


 

News


Nichts ist mehr, wie es war. Dies ist unsere Art, Hoffnung und Trost zu spenden und mit Ihnen und Euch allen in Kontakt zu sein:

REZEPT
Text: Mascha Kaléko
Gesang: Silke Gonska
Posaune: Frieder W. Bergner
Vertonung: Frieder W. Bergner nach einer Melodie von Wolfgang Amadeus Mozart 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
Datum: 27. März 2020 um 16:17:58
Vielen Dank lieber Frieder, liebe Silke,
für dieses große Stück Zuversicht. Kann man Leute, die Sowas machen
über irgendeine IBAN für’s Brot im Kasten unterstützen oder brauchen sie das nicht?
Sehr herzlich, Nikolaus
Datum: 27. März 2020 um 16:36:50 MEZ Lieber Frithjof,
.... gerade eben gehört.
Großartig,
so kunstvoll, wie Ihr dieses Lacrimosa weiterführt!
"Kluge Musik".
Wirklich.
Tief den Hut ziehend
und begeistert... Dein Gernot
30.03.2020 Pooaahh - das starke Lacrimosa "meines" (;-))!!) Mozart-Requiems so grandios adaptiert, textlich mit Mascha Kaléko noch zusätzlich "aufgeladen" und schließlich so wunderbar umgesetzt und mit Silkes geradlinig und weich tragender Stimme mit aller emotionaler Wucht auf den Hörer "losgelassen" ... Ganz starker, brillanter Tobak! Großen DANK sagt Euch FRANK
01.04.2020 My dearest Silke, Wow what a beatifull creation !!! really touching. Ida Kelarova


Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
(Mascha Kaléko)

→ Termine ...

KontaKt

Silke Gonska & Frieder W. Bergner
99428 Ottstedt am Berge
Ollendorfer Straße 21
Telefon: 03 62 03 | 50 720
eMail-Formular

follow us on  Facebook